Reise: Dänemark

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Eigentlich wollten wir ja in den Süden Deutschlands fahren, an die junge Donau bei Sigmaringen… tja, eigentlich… und eigentlich gibt es ja auch kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung…. aber irgendwie hat es sich in unseren Kopf gesetzt, dass es während unserer Reisen sonnig sein soll, finden wir irgendwie besser :-)) Nur das Wetter lässt sich davon nicht beeindrucken, im Süden war es grau in grau, stürmisch und gewittrig angekündigt. Sind die Wetter-Apps jetzt ein Fluch oder ein Segen? Für uns waren sie eher ein Seegen.
Da wir selten vorab buchen, wozu haben wir ein Wohnmobil, konnten wir relativ leicht umplanen. Wieder die Wetter-Apps befragt und siehe da, der Norden bekam eine tolle sonnige Vorhersage und Dänemark wollten wir schon lange genauer unter die Lupe nehmen.

Endloser Strand auf der Insel Rømø

Also erst mal zur Insel Rømø, wir lieben nämlich den Stellplatz Rømø-Oasen dort. Es hat allerdings schon so seine 2 bis 3 Tage gedauert, bis unser Kopf von der Vorfreude auf das bergige Süddeutschland mit Blick auf die Alpen umgeschaltet hatte auf das Flachland Dänemarks :-))

Die Anfahrt haben wir mit einer Übernachtung am NOK (Nord-Ostsee-Kanal) aufgelockert, der Streß sollte schließlich zu Hause bleiben. Wir waren bei dem neuen Stellplatz auf der Rendsburger Seite, dicht an der Eisenbahnbrücke… ist uns zu laut gewesen, der Ausblick war natürlich wieder durch den NOK interessant.

Auf Rømø war bestes Sonnencreme-Wetter, wie meist ein wenig viel Wind, aber das kennt man auf Rømø ja. Was sollten sonst die vielen Surfer, Kitesurfer, Strandbuggy-Segler und Drachenflieger auch machen… Man kann ja überall mit dem Auto auf den Strand fahren, was von vielen intensiv genutzt wird. Auch viele WoMo´s stehen tagsüber am Dünenrand und bringen das Surf-Equipment mit. Wir haben den Strand lieber zu Fuß bewandert, was uns einen ziemlich langen Marsch beschert hat, bis wir endlich am Wasser waren.

Goschrevier in List auf der Insel Sylt

Als wir das letzte Mal auf Rømø waren, hatte das Herbstwetter unseren geplanten Ausflug zur Insel Sylt verhindert, aber diesmal stand dem nichts im Wege, im Gegenteil, der Wind war auf Sylt etwas weniger stark. Wir haben ausgedehnte Fahrradtouren durch die Sylter Landschaft gemacht und die Überfahrt mit der Syltfähre von Havneby nach List geht mit ca. 40 Minuten ja recht schnell.

Natürlich hatte uns Gosch fest in der Hand, dafür ist der Fisch dort einfach zu köstlich :-)) 

Aber auch die tolle Landschaft im Norden Sylts konnte uns faszinieren. Es macht sehr viel Spaß mit dem Fahrrad bis hoch zur Spitze des Sylter Ellbogens zu fahren und wenn der Wind allzu stark entgegen blies, ja dann kam das Grinsen auf, Motor an, hehe.

Wir sind ein paar Tage auf Rømø geblieben und haben mit diversen Radtouren die Insel erkundet. Vor allem der Panoramaweg sei allen empfohlen, und eine Rast am Hostbjerg ist schon fast Pflicht. Die Abende sorgten dann für die nötige Erholung, wenn man beim Sonnenuntergang mit einem Gläschen Wein den schön angelegten Stellplatz Rømø-Oasen geniessen konnte.

In der Folge kündigten sich dann 1 bis 2 Tage Bewölkung und noch mehr Wind per Wetter-App an, also beschlossen wir Dänemark ein wenig zu erkunden. 

Schöner Stellplatz in Struer am Limfjord

Wir wollten uns schon lange die Gegend um Hvide Sande mal genauer anschauen und der Limfjord hatte mich auch gereizt.

Wir machten uns auf den Weg und fuhren über Hvide Sande am Ringkøbing Fjord in Richtung Limfjord. Hvide Sande ist ein Ferienhaus-Mekka und wer Nordsee-Strandurlaub machen will, ist hier genau richtig.

Am Limfjord hatten wir einen Stellplatz in dem Ort Handbjerg ausgesucht. Der Stellplatz sollte laut Info ganz toll sein, direkt an einer Marina gelegen und Platz für 100 Wohnmobile bieten. Als wir dort ankamen, gab es zwar den Stellplatz, die Marina war auch da, nur von vielen Wohnmobilen war keine Rede, gerade mal eines hatte sich dort hinverirrt, die Marina war halb leer, es machte alles einen recht verwaisten Eindruck. Dazu blies ein mächtig starker Wind der das WoMo zum wackeln brachte… hier wollten wir dann doch nicht stehen.

Nach einer kurzen Planungsphase fuhren wir zur nahegelegenen Stadt Struer. Hier gab es einen kleinen Stellplatz, ebenfalls direkt an der Marina, und hier hatten wir einen tollen Ausblick auf den Limfjord und auf die vielen Segler, die nach Feierabend ausliefen. Die Stadt Struer haben wir zu Fuß erkundet. Aufs Fahrradfahren haben wir hier verzichtet, es war recht stürmisch und übertreiben muss man es ja nun auch nicht.

Radtour bei Kerteminde auf der Insel Fyn

Unsere nächste Etappe war die Insel Fyn. Wir hatten nicht endlos Zeit, insofern haben wir uns nur ein paar interessante Etappenziele für den groben Dänemark-Überblick ausgesucht. In der Nähe von Odense lag die kleine Stadt Kerteminde, wieder mit einer Marina und wieder mit einem kleinen Stellplatz. Den letzten freien Platz mit Blick auf die Marina und die Ostsee konnten wir ergattern, Glück gehabt. In der Kerteminder Marina war richtig viel los, ständig wurden Segelschiffe zu Wasser gelassen und Masten aufgesetzt, ein recht interessantes Treiben.

Die nähere Gegend haben wir wieder mit dem Fahrrad erkundet und sind an der Ostseeküste entlang geradelt. Die Gegend um Kerteminde ist wirklich sehr einladend. Ständig hat man tolle Ausblicke auf die Ostsee, die Landschaft ist sehr reizvoll, die Rapsfelder blühten, es hat uns sehr viel Spaß gemacht hier zu radeln. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir der Insel Fyn noch einen weiteren Besuch abstatten werden und auch die südliche Inselgegend näher erkunden werden.

Sonnenuntergang auf dem Stellplatz Rømø-Oasen

Die weitere Planung sah vor, dass wir rechtzeitig vor dem Andrang des Pfingst-Wochenendes uns noch einmal einen Stellplatz auf Rømø bei den Rømø-Oasen sichern wollten. Die Wetter-Apps hatten uns verraten, dass es dort wieder einmal bestes Wetter geben sollte :-))

Unsere Rechnung ging auf und wir konnten uns noch einen schönen Stellplatz aussuchen, bevor der Pfingst-Andrang losging. Wir machten noch einen zweiten Syltbesuch und fuhren diesmal mit den Rädern durch Kampen und bis nach Westerland, eine lange, aber auch sehr schöne Radtour.
Auf Rømø hat uns dann noch kurzfristig das Windspiel-Fieber erwischt, aber zum Glück haben wir genug Platz im WoMo :-)) Das einzige was man auf Rømø zu dieser Zeit nicht machen konnte, war abends vor dem WoMo zu sitzen und zu grillen, da der Wind hierfür wirklich zu stark war. 

Schloss Glücksburg bei Flensburg

Die letzten paar Tage unseres Urlaubes wollten wir dann noch in Maasholm an der Ostsee verbringen. Wir machten uns also wieder auf den Weg und wählten für die Rückfahrt den Grenzübergang bei Tondern und fuhren auf deutscher Seite Richtung Flensburg. Das war deutlich entspannter als auf dem Hinweg über die A7 mit dem üblichen Grenzstau dort. Es war so gut wie gar kein Verkehr auf dieser Strecke.

Kurz hinter Flensburg wartete Schloss Glücksburg auf unseren Besuch. Das kannten wir noch nicht und diese Kulturlücke schlossen wir damit. Schloss Glückburg ist ein schönes Fotomotiv und man kann gut um den Schlosssee herum spazieren.

Für uns war es die Mittagspause, was auch gut passte. Hiernach fuhren wir auf direktem Wege nach Maasholm an der Schlei, denn auch dort darf man nicht zu spät beim Stellplatz ankommen, er zählt auch zu den begehrten Plätzen und ist schnell voll.

Radttour durch Schleswig-Holstein bei Maasholm an der Ostsee

Den Stellplatz in Maasholm kennen wir schon ganz gut, für uns hat er eher mittlere Qualität, aber wegen der schönen Landschaft drum herum fahren wir immer wieder gerne hierher. 

Vorrangig denkt man bei Maasholm ja an schöne Radtouren an der Ostseeküste, aber auch durchs Landesinnere ist es ebenfalls sehr schön zu radeln. Die Radwege sind sehr gepflegt und in bestem Zustand. Radtouren hoch zum Naturschutzgebiet Geltinger Birk oder nach Falshöft zum Hochzeits-Leuchtturm gehören bei uns schon zum Standard. Aber auch in die andere Richtung, zum Beispiel nach Kappeln fahren wir immer wieder gern. Die Ausblicke auf die Schlei und die abwechslungsreiche Landschaft lassen keine Langeweile aufkommen. Die letzten Tage unseres Urlaubes verbrachten wir hier sehr erholsam.

Abschließend die Übersicht unserer Reiseroute:

Reiseroute 

Uns hat die kleine Dänemark-Rundreise mit kurzem Schleswig-Holstein-Abstecher sehr gut gefallen.

Mal sehen, wohin es uns das nächste Mal verschlägt.