Reise: Österreich -Teil 2 bis Tirol-

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Österreichreise Tirol -Teil 2- Söll am Wilden Kaiser und Neukirchen am Großvenediger

Nach dem wunderschönen Reiseauftakt der Anfahrt über Brachwitz und Bayreuth, steht ab heute Österreich, genauer Tirol, auf dem Programm.

Da ich von Xenia schon seit Ewigkeiten zum gemütlichen Bergdoktor schauen zwangsverpflichtet wurde und ich mittlerweile sogar Gefallen an der Serie gefunden habe (wenn nicht gerade mal wieder in grausamster Weise menschliches Unglück gesendet wird), kam der Gedanke auf, sich einige Drehorte der Serie anzuschauen. Und da wir die Alpen und Österreich sowieso mögen, wurde dies unser Plan.

Bei der Vorplanung wurde schnell klar, dass wir dieses Mal wohl einen Campingplatz besuchen würden, Ellmau und Going wollten wir zumindest mit dem Fahrrad erreichen. Österreich hat es ja nicht so mit guten Stellplätzen, zumindest habe ich echt Probleme welche zu finden (bis auf einige wenige Ausnahmen natürlich). Ich fand in Söll einen kleinen reservierbaren Campinglatz, der genau zu unserem Vorhaben passte. Der Franzlhof in Söll bietet sowohl ein kleines Hotel mit Restaurant, wie auch einen kleinen Campingplatz, mitten in der wunderbaren Landschaft des Wilden Kaisers. Wir haben dort für eine Woche reserviert, denn unser Bergdoktorprojekt wollten wir nicht dem Zufall überlassen^^.

Radtour zum Bergdoktor in Söll, Ellmau und Going

Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingerichtet hatten, ging es am nächsten Tag gleich zu unserer ersten großen Berg-Radtour los. Natürlich wollte Xenia gleich mal beim Bergdoktor vorbeischauen, ich hatte aber erst ein wenig Bergtour dazwischen geplant und so ging die Strampelei los ^^. Die Landschaftseindrücke in dieser Gegend sind einfach atemberaubend. Nach jeder Kurve könnte man erneut stehen bleiben und wieder ein Foto schiessen oder einfach nur den Ausblick geniessen.

Radtour zum Bergdoktor in Söll, Ellmau und Going

Die Wege auf der Tour waren für unsere Gewohnheiten fast schon zu gut, fast alles asphaltiert und auch mit dem Auto befahrbar. Allein ist man auf dieser Tour nicht.

Für uns war es der erste 1.000m Anstieg mit den Pedelecs überhaupt und wir waren recht gespannt, wie es wohl klappen würde. Man sieht hier fast nur E-Mountainbikes in den Bergen und das Verleihgeschäft boomt förmlich. Mit „normalen“ Rädern würden wir hier gar nicht erst starten, als Nordlichter sind wir Berge einfach nicht gewohnt. Aber es klappte mit dem radeln ganz prima und dank Motor konnten wir die wunderschöne Gegend auch so richtig geniessen.

Auf der Spitze gab es erst mal ein kleines Picknick. Es gibt an der Spitze nicht nur einen der typischen Berggasthöfe im Tourismusstil, sondern man kann sich auch etwas abseits auf eine Holzbank setzen und hat das komplette Kaisergebirge als Panorama vor sich. Dafür lohnt sich der Aufstieg allemal. Anschließend ging es wieder bergab in Richtung Ellmau und Going.

Bergdoktor-Praxis

Bergab gab es den einen oder anderen Schotterweg, aber auch hier alles ganz gesittet und bestens gepflegt.

Unten im Tal in Ellmau angekommen, mussten wir zuerst die Bergdoktor-Praxis suchen. Aber wie auf dem Foto zu sehen, haben wir sie gefunden und dank des Weitwinkel-Objektives hat man sogar den Platzeindruck wie im Film. Wenn man in Wirklichkeit vor Ort vor der Praxis steht, fragt man sich schon, wo sie denn den ganzen freien Platz beim Dreh hergenommen haben.

Ausblick in die Berge vom Franzlhof in Söll

Ellmau selbst ist ein typisches kleines österreichisches Tourismus-Dorf, welches eingebettet in dieser fantastischen Landschaft, alles bietet was das Herz begehrt. Wir bevorzugen die Stille der Natur, also machten wir uns weiter auf den Weg nach Going, denn dort wartete der nächste bekannte Drehort vom Bergdoktor. Das Wirtshaus in Going war auch entsprechend begehrt als Fotomotiv und dank der neuen Datenschutzverordnung spare ich mir hier ein Foto.

Der Rückweg führte uns noch an einer der vielen Schnapsbrennereien vorbei, die wir natürlich besichtigten mussten, es gab sogar etwas zu verköstigen, die Kaisermarille schmeckte wirklich ausgezeichnet.

Der Rest der Radtour verlief durch die Ebene im Tal, ein sehr schön angelegter Radweg mit tollem Blick aufs Kaisergebirge.

Wer Interesse an dieser wirklich schönen Radtour hat, dem verlinke ich hier unsere Komoot-Tour „Radfahren am Wilden Kaiser und Bergdoktordrehorte anschauen – Runde von Söll“ mit allen Angaben.

Wir haben diese schöne Radtour mit leichten Veränderungen noch einmal gemacht und dabei noch andere bekannte Drehorte der Bergdoktor-Serie angeschaut.


Radtour zum Hintersteiner See

Eine weitere, sehr schöne, Radtour durch die Gegend des Wilden Kaisers führte uns zum Hintersteiner See. Die Strecke war nicht so voll und an einer Stelle musste man sogar absteigen und ein Schotterstück hochschieben, aber das Ziel Hintersteiner See lohnte jede Anstrengend.

Wer gut zu Fuss ist, könnte die Strecke vom Campingplatz Franzlhof zum Hintersteiner See eventuell auch per Pedes schaffen.

Wie haben am Hintersteiner See ausgiebig Pause gemacht und die Landschaft auf uns wirken lassen. Und weil der Tag und die Tour so schön war, haben wir kurzerhand die Route etwas vergrößert und noch einen Abstecher nach Scheffau am Wilden Kaiser gemacht. Und heute war Xenia nicht klein zu kriegen, also gab es noch eine Erweiterung, bei der ich ihr die Jausenstation Hochlechen untergejubelt habe. Und wie es der Name schon vermuten lässt, musste dafür ein ziemlich steiler Anstieg bewältigt werden. Natürlich wurden wir wieder mit wunderschönen Ausblicken in die Bergwelt des Wilden Kaisers entschädigt und oben auf der Jausenstation hat Xenia ihren ersten Germknödel gegessen. Achja, und erledigt war sie endlich auch ^^. Der Rückweg ging dann ganz entspannend bergab und den Rest radelten wir durchs Tal.

Auch hier für Interessierte der Komoot-Link „zum Seestüberl am Hintersteiner See, Scheffau am Wilden Kaiser und zur Jausenstation Hochlechen – Runde von Söll“.


Wanderung zum Hexenwasser am Hochsöll

Fahrrad fahren ist für uns in Österreich ja eigentlich was Neues, sind wir sonst doch nur zum wandern hierher gefahren. Jetzt wo es mit den Pedelecs so gut in den Bergen klappt, liegt unser Schwerpunkt schon eher beim Fahrrad fahren. Wir machen es jetzt so, dass wir bei Sonnenschein mit den Rädern unterwegs sind und bei bedecktem Himmel oder sogar Regen wandern wir durch die Gegend. Das hat für uns den Vorteil, dass wir den Fahrtwind zur Abkühlung nutzen können und das Schwitzen beim Wandern zur Aufwärmung, haha ^^. So haben wir es dieses Mal auch gehandhabt und bei dem wechselhaften Wetter der letzten Zeit, liessen die Wolken auch nicht lange auf sich warten.

Ausblick vom Höchsöll

Für diesen bedeckten Tag hatten wir eine Wanderung zum Hexenwasser geplant. Es geht von Söll zum Hochsöll hoch, ca 500m Anstieg. Dort oben ist dann einiges an Unterhaltung vorhanden, nicht nur die üblichen Restaurants & Gasthöfe, sondern auch das Hexenwasser mit einem witzig gemachten Barfusspfad und allerhand leerreichem auf diesem Weg. Man kann sich den Anstieg ganz flexibel gestalten und ihn zu Fuß, so wie wir, bewältigen, kann aber auch mit der Bergbahn Hohe Salven emporfahren und den tollen Ausblick geniessen oder die Bergbahn zum Abstieg benutzen oder beides, wie es beliebt.

Da wir wandern wollten, sind wir hoch und runter gewandert und haben beim Abstieg noch einen kleinen Abstecher zu einem Wasserfall inmitten eines Waldes gemacht. Nach 15km Wanderung und gut 500 Höhenmetern hatten wir am Abend auch das Gefühl genügend geleistet zu haben, man ist ja keine 20 mehr ^^. Für „Nachmacher“ ^^ hier noch der Komoot-Link „Wanderung nach Hexenwasser, Hochsöll und großer Wasserfall – Runde von Söll“.

Das bedeckte Wetter blieb auch am nächsten Tag, so dass wir noch eine weitere Wanderung unternahmen, dafür hatten wir uns den kleinen Pölven als Ziel ausgesucht, aber der Weg war uns im Wald dann doch viel zu steil und zu rutschig und wir änderten die Wanderung zu einem Forstweg. Hier hatten wir noch viele traumhafte Ausblicke auf den Wilden Kaiser und ins Tal.

Alles in Allem hat uns die Woche in Söll und im Kaisergebirge sehr viel Spaß gebracht, das Fahrrad fahren, aber auch das Wandern waren für uns sehr entspannend und die Gegend hatte viele tolle Eindrücke für uns parat. Und da Xenia ihren Bergdoktor dann doch nicht gefunden hat, habe ich auch nach wie vor meine liebe Reisebegleitung dabei^^. Aber wie es bei uns so ist, so langsam wuchs auch die Vorfreude auf unsere nächste Station. Es wartete ein Panorama-Stellplatz ein paar Täler weiter auf uns. Und die Tipps und Beurteilungen der Vorbesucher waren mehr als vielversprechend, unsere Neugierde war also geweckt.


Auf dem Weg nach Neukirchen am Großvenediger

Die Woche war rum und wir machten uns auf den Weg nach Neukirchen am Großvenediger. Dort in der Nähe liegt der Stellplatz Friedburg an einem Berg mit atemberaubendem Blick ins Tal. Also los…

Auf dem Weg dorthin fuhren wir die bekannte Strecke Richtung Felberntauerstrasse. Es ging durch Kitzbühel und Mittersil, dann auf die B165 ins Salzachtal. Als wir Neukirchen am Großvenediger passierten, konnten wir schon einmal einen Blick auf den Wildkogel werfen, unserem Ziel für die kommenden Tage. Aber erst musste der Stellplatz Friedburg gefunden werden (ist mit Navi ja garkein Problem), er liegt nämlich recht abseits und vor allem muss man erst ein paar Höhenmeter überwinden.

Stellplatz Friedburg bei Neukirchen am Großvenediger

Aber die Anfahrt hatte sich gelohnt. Als wir den Ausblick ins Tal sahen, waren wir wirklich sprachlos, so schön hatten wir es uns dann doch nicht vorgestellt. Es war keine Hochsaison mehr, wir kamen früh am Nachmittag an, also konnten wir uns einen schönen Platz aussuchen, was will man mehr. Man muss an einigen Stellen ein wenig aufpassen, denn nasses Gras und leichte Steigung ist für unseren 4,5t-alPa mit Vorsicht zu geniessen, sonst heisst es „Abschleppdienst marsch“. Aber auf der oberen Plattform gibt es genügend befestigte Plätze, prima.

Ausblick auf dem Stellplatz Friedburg

Die Betreiber sind sehr nett, das Essen im Restaurant hervorragend (leider… mein Weight Watcher-Plan ging total in die Binsen ^^). Das einzige was man unbedingt erwähnen muss ist, dass man zu Fuß recht anstrengende Höhenmeter und auch weitere Strecken zu überwinden hat. Der Platz liegt eben etwas ausserhalb. Aber für uns mit den Rädern ist der Platz perfekt. Und der Ausblick… man kann es garnicht häufig genug erwähnen…

Von so viel positiver Energie beflügelt, freuten wir uns ganz besonders auf unsere nächste Radtour, sollte sie doch zum Wildkogel hochgehen, für uns schon ein richtiges Abenteuer.

Vor allem weil unsere netten Stellplatz-Nachbarn diese Tour bereits gemacht hatten und mit ihren professionellen E-Mountainbikes knapp an ihre Grenzen gestossen waren. Sie hatten es geschafft, aber man konnte ihren Blicken entnehmen, dass sie unseren Touren-E-Bikes diese Leistung nicht so ganz zutrauten ^^.


Der nächste Tag kam und die Spannung stieg. Ich verlinke dieses Mal schon vorher den Komoot-Link, vielleicht will der eine oder andere Leser die Tour ja schon mal vorab anschauen „Stellplatz Friedburg>Baumgartenalm>Bergstation Wildkogel>Neukirchen>und zurück“.

Und los ging´s. Erstmal zum Berg hinfahren hiess erstmal den kleinen Berg vom Stellplatz runterfahren ^^, dann ins Tal, an der Salzach entlang (sehr schön), durch ein paar Orte und dann begann langsam der Aufstieg.

Radtour hinauf zum Wildkogel

1.420m sollten es heute werden und ich war mir absolut nicht sicher, ob die Akkus diese Höhenmeterzahl durchhalten würden. Wir haben auf unseren Radtouren sowieso die Angewohnheit, nur an Steigungen den Motor anzuschalten, auf geraden Flächen laufen die Räder toll, da braucht es keine Unterstützung. Das kam uns jetzt zugute. Obwohl, ehrlich gesagt, wir hatten in Österreich fast immer den Motor an, irgendwie fühlte es sich ansonsten so an, als ob eine Bremse angezogen wurde^^. Das war neu für uns.

Radtour hinauf zum Wildkogel

Die Tour führte auf Forstwegen Stück für Stück dem Gipfel entgegen. Die Landschaft war atemberaubend! Die meiste Zeit waren wir ganz für uns allein und konnten die vielfältigen Eindrücke der Landschaft geniessen. Viel Wald, noch mehr Wildbäche die sich ihren Weg ins Tal über Stock und Stein suchten und zum fahren meistenteils ein geschotterter Forstweg.

Ab und zu trafen wir Gleichgesinnte, natürlich immer mit coolen Mountainbikes^^, aber auch immer mit Motor, das beruhigte uns.

So fuhren wir Stück für Stück dem Gipfel entgegen. Wer denkt, dass dies mit Motorunterstützung ja „ganz easy“ ist, der fehlt bei weitem, teilweise waren bis zu 20% Steigung zu überwinden, 2x hab ich gedacht ich schaff´s nicht mehr^^. So langsam wuchs in unseren Köpfen der Wunsch nach der kleineren Übersetzung der Mountainbikes, was den Anstieg vielleicht etwas erleichtert hätte. Aber am Ende haben wir es geschafft, auch wenn mein Akku nur noch einen Balken hatte und ich zur Vorsicht in der Almhütte kurz vorm Gipfel Strom nachgetankt habe. Den haben wir übrigens ganz problemlos von der netten Sennerin bekommen, was wohl auch nicht selbstverständlich ist.

Panoramablick auf dem Gipfel des Wildkogel

Oben angekommen, musste natürlich ein „Heldenfoto“ her, nach der Strapaze des Anstiegs war dies das mindeste. Aber der Ausblick der sich uns hier oben bot, war die ganze Mühe wert. Mit Blick auf die Bergstation Wildkogel hätte man natürlich auch mit der Bergbahn hochfahren können, aber dann hätte man das Siegergefühl „es geschafft zu haben“ nicht erlebt, einfach unverzichtbar.

Hier oben hielten wir uns natürlich ein Weilchen auf, verschnauften uns, genossen den Blick in die Weite und das atemberaubende Bergpanorama. Ab jetzt würde es ja deutlich leichter werden, bergrunter geht immer ^^.

Schmerzende Hände vom Dauerbremsen bei der Bergabfaht

Die Schwierigkeit beim Bergabfahren ist nicht die Kondition, sondern die Hand- bzw. Fingerkraft. Und wie gut Deine Bremsen sind ^^. 1.420m bergab waren eine lange, lange Bremsstrecke und obwohl wir wirklich gute Scheibenbremsen an den Rädern haben, mussten wir gut dosiert die Strecke runterfahren und auch die eine oder andere Pause einlegen. Nicht nur weil die Hände vor lauter Bremsen schmerzten, sondern auch um die Scheibenbremsen ein wenig abkühlen zu lassen. Ich war mir ziemlich sicher, dass die Bremsbeläge dabei draufgehen würden.

Als wir am kommenden Tag zum Service in ein Fahrradgeschäft fuhren, bestätigte sich unser Verdacht sehr schnell, die Bremsbeläge vorne waren runter und mussten ersetzt werden ^^.

Aber natürlich haben wir dieses Abenteuer überstanden und für uns fühlte es sich richtig gut an. Das war die bisher atemberaubendste Radtour, die wir je gemacht haben. Wenn wir nicht so kaputt gewesen wären, hätten wir sie am liebsten den nächsten Tag wiederholt. Aber da hatten wir ja schon die nächste interessante Radtour vor^^.

Den Berg zum Stellplatz schafften wir auch noch und das abendliche Essen im Restaurant Friedburg schmeckte hervorragend. Unsere netten österreichischen Stellplatz-Nachbarn waren froh uns zu sehen, sie hatten sich tatsächlich etwas Sorgen gemacht ob wir die Tour wohl gut überstanden hatten. So ging ein wundervoller Tag zu Ende und wir freuten uns auf den nächsten…


Jetzt stand das Unter- und Ober-Sulzbachtal auf unserem Programm. Das war ein Tipp unserer österreichischen Nachbarn, die die Tour ein paar Tage zuvor gemacht hatten und von der Landschaft ganz begeistert waren.

Untersulzbachtal

Und wieder ging es in die atemberaubende Berglandschaft und wir hatten den Eindruck, dass hier noch weniger Menschen unterwegs waren. Vielleicht lag es daran, dass hier keine Bergbahnen oder andere Hilfsmittel zur Verfügung standen. Die Wege waren für Räder, aber auch für Fußgänger bestens geeignet, aber mehr gab es nicht.

Wie der Name schon vermuten lässt, ging die Tour in zwei Täler hinein, die nach hinten hin immer weiter anstiegen, so dass wir auch dieses Mal nicht von Höhenmetern verschont blieben, aber genau so wollten wir es ja.

Untersulzbachtal

Im Untersulzbachtal gibt es zusätzlich noch einen gewaltigen Wasserfall, der ziemlich versteckt liegt. Man kann leicht an ihm vorbeifahren. Aber hat man ihn erst einmal gefunden, freut man sich über den schmalen Weg an ihm entlang, der aber nur zu Fuß funktioniert und immer wieder tolle Blicke auf den Wasserfall ermöglicht.

In diesen Tälern wird einem erst so richtig bewusst, welche Urgewalten in diesen Bergen stecken, denn wenn man eine Steinlawine gleich neben einer Holzhütte liegen sieht, kann man sich das Glück vorstellen, dass die Bewohner haben mussten. Direkt neben dem Weg rauscht es die ganze Zeit, denn der Untersulzbach führte schon recht ordentliche Wassermengen. Das Getöse unterstrich noch den Eindruck des wilden Tales. Wir radelten bis ans Ende des Weges, der mit einer nur im Sommer bewirtschafteten Alm endete.

Auf der Alm machten wir zünftig Pause bei selbstgemachtem Hüttenkäse, mmmh, lecker.

Blick von der Hängebrücke auf den Obersulzbach

Wir fuhren das Tal wieder zurück, was gar nicht langweilig war, denn die Landschaft hatte auch in die andere Richtung fürs Auge genug zu bieten.

Im nächsten Tal, dem Obersulzbachtal, sind wir nur noch bis zur Hängebrücke geradelt, wir wollten es nach der gestrigen Tour nicht übertreiben. Auch hier toste ein Bach ins Tal, der Obersulzbach. Es gab eine Hängebrücke, welche wir zur Umkehr nutzten und so radelten wir auf der anderen Seite des Obersulzbach zurück ins Tal. Der Ausblick von der Hängebrücke war phänomenal.

Wie man an den Komoot-Tourdaten „Untersulzbachtal und Obersulzbachtal“ sehen kann, haben wir es nicht übertrieben, nur 13km, aber immerhin 940 Höhenmeter und ein absolut schöner Tag.

Trotzdem waren wir von all den schönen Ausblicken total erledigt und freuten uns auf unser Wohnmobil, gutes Essen und einem gemütlichen Abend mit leckerem Wein. Wir liessen den Abend gemütlich ausklingen und beschlossen uns den nächsten Tag auf eine ganz langsame Heimreise zu begeben, denn leider war für die nächsten 3 Tage heftiger Regen und viel Wind vorhergesagt und davon wollten wir unsere positiven Eindrücke nicht trüben lassen.

Blick zum Wildkogel am Abend

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