Reise: Sommer-Rundreise 1 – Alllgäu & Hessen

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2,5 Wochen Sommer-Rundreise… wie sieht das bei uns aus… na, mal sehen, fangen wir mit einer Kurzbeschreibung an:

Kurzer Bericht: von Zuhause über den Harz mit Übernachtungsstopp nach Hessen ins Urbachtal (Wandern, in der Hühnerkopf-Manufaktur spontan Hubstützen anbauen lassen), dann zum Facebook-Gruppentreffen der „Dethleffs WoMo-Freunde“ nach Bayern, ins Allgäu nach Lechbruck am See zu sehr schönen Fahrradtouren durchs Alpenvorland und nach Füssen und zu Sport-Outlett-Centern vom Feinsten. Sehr viele nette, liebe Gleichgesinnte kennen gelernt und dann weiter in Bayern nach Oberstdorf, wo wir ja eigentlich das Nebelhorn zu Fuß erklimmen wollten und wegen 3m hohem Schnee das Bergwandern erst mal ins Wasser fiel, wir dann „nur“ durch das wildromantische Oytal und die aufregende Breitachklamm wanderten… Auf dem Weg zum nächsten Facebook-Gruppentreffen natürlich einen Schlenker über Volkach am Main machten, genauer gesagt nach Nordheim bei Volkach, um unsere Weinvorräte bei unserem Lieblingswinzer aufzustocken… Um dann in Hessen am Twistesee bei Bad Arolsen das „AlPa-Treffen“ der entsprechenden Facebookgruppe mitzumachen und wieder sehr viele nette und liebe Gleichgesinnte kennenzulernen.
Tja, so kann eine 2,5-Wochen-Sommer-Rundreise ablaufen…. jetzt noch ein paar Hundert Fotos zur Nachbearbeitung dazu und das auch noch mit einer neuen Kamera…
Und jetzt wisst Ihr, warum diese Seite noch nicht fertig ist… es ist einfach noch zu schönes Wetter, wir sind schon wieder unterwegs und ich hab bisher noch nicht genug Zeit zur Bearbeitung gehabt….
Die nächste Aktualisierung gibt es sicher bei Schlechtwetter 🙂
Jetzt gibt es doch tatsächlich eine Schlechtwetterphase, so´n Mist…. ich fange dann mal mit dem ausführlichen Bericht an….

Ausführlicher Bericht: In unserem ersten längeren Urlaub dieses Jahr machen wir mal was anderes, wir besuchen 2 Facebook-Gruppentreffen und verbinden diese mit einer kleinen Deutschland-Rundreise.

Das erste Treffen wird in Lechbruck am See im Allgäu stattfinden und natürlich haben wir ein paar kleinere Zwischenstopps bis dahin. Wir fahren über die B4 nach Gifhorn zu einem kleinen Übernachtungsplatz, um dann gleich am nächsten morgen bis nach Hessen zu rollen, genauer bis nach Neukirchen im Knüllgebirge zum Stellplatz Urbachtal bei der Klaus Hühnerkopf Manufaktur. Die B4 fährt sich für unseren kleinen LKW recht gemütlich und wir verringern dadurch die A7-Strecke, die mögen wir garnicht. Aber so ganz vermeiden läßt sie sich bis Neukirchen dann doch nicht.

Reisemobilpark Urbachtal in Neukirchen

Der Stellplatz Urbachtal macht gleich von Anfang an einen positiven Eindruck auf uns, naja, bis auf den ungeraden Untergrund vielleicht, schaffen wir es doch kaum mit unseren Keilen in die Waagerechte zu kommen. Natürlich stehen schon ein paar Dickschiffe auf dem Platz, aber dafür ist er ja auch bekannt, die sind meistens hier, um in der Manufaktur aufgepimpt zu werden. Wir stehen ganz vorne und haben direkten Blick auf die Schwälmer Stubb, einem urigen Restaurant, in dem auch die Rezeption und die Waschbereiche untergebracht sind. Auf diesem Stellplatz ist alles bestens organisiert, begleitet von supernettem Personal und der Inhaber Klaus Hühnerkopf ist auch häufig vor Ort und jederzeit zu einem kleinen Schwätzchen bereit, sehr sympathisch.

Schwälmer Stubb im Urbachtal

Das Essen in der Schwälmer Stubb bekommt von uns 5 Sterne, nicht nur wegen des Geschmacks, sondern vor allem auch wegen der tollen Darbietungsform. Die Karte ist recht klein, aber dafür ist jedes der Gerichte wirklich hervorragend zubereitet und wird sehr hübsch dekoriert gereicht. Wir mussten am nächsten Tag gleich wieder dort essen gehen, denn die Rippchen sahen am Vortag bei den Nachbarn sowas von lecker aus, die mussten unbedingt zu uns…

Hessen – Wanderweg Nuff un Nopp

Wir sind ein paar Tage dort geblieben, weil Xenia auf die Idee kam, das Thema Hubstützen für unser WoMo in die Praxis umzusetzen und mit Klaus Hühnerkopf einen Soforteinbau ausgehandelt hatte, aber das ist noch eine Extrageschichte, die erzählen wir ab jetzt immer bei einem gemeinsamen Bierchen.

Wanderung zum Christeroder Wasserfall bei Neukirchen im Knüllgebirge

Tagsüber waren wir im Knüllgebirge wandern. Man gibt sich Mühe mit den Wanderwegen in der Region, aber dennoch ist da noch Luft nach oben.
Der neue Wanderweg „Nuff un Nopp“ ist aber trotzdem zu empfehlen und die sehr schöne Landschaft entschädigt für vieles. Zum nachwandern ist hier der Komootlink.
Wir sind den Wanderweg 2x gegangen, da das Wetter beim ersten Mal etwas sehr nass wurde.

Hessen – Wanderung zu den Christeröder Wasserfällen

Die Wanderung zu den Christeröder Wasserfällen hatten wir bei Outdoor-Active gefunden. Sie führte uns kreuz und quer durch die schöne Landschaft, führte oftmals direkt an Feldrändern vorbei oder ging auch schon mal quer durchs Gelände. Die Christeröder Wasserfälle kamen dann recht überraschend und passten gar nicht so recht zum Rest der Wanderung, aber was soll´s, Abwechslung ist halt alles. Hier der Komootlink.

Wanderweg „Nuff un Nopp“

Nachdem unsere neuen Hubstützen eingebaut waren, machten wir uns auf direktem Weg zum Facebook-Gruppentreffen der Dethleffs Womo-Freunde nach Lechbruck am See. Leider war es ein Feiertag und zu allem Übel mussten wir auch noch die A7 nehmen, so verbrachten wir einige Stunden auf der Autobahn und mussten leider auch den einen oder anderen Stau schlucken… Aber auch das ging vorbei und schon auf der Anfahrt durchs Allgäu lebte unsere Stimmung wieder auf, was für ein Traum von Landschaft.

Das Treffen fand auf dem Campingplatz Via Claudia in Lechbruck am See statt, inmitten der wunderschönen Allgäuer Landschaft mit ständigem Blick auf das grandiose Alpenpanorama. Es war ein sehr schönes Facebook-Gruppentreffen mit vielen Gleichgesinnten. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht. Wer Interesse an dieser Gruppe hat, kann hier um Zugang anfragen: Dethleffs WoMo-Freunde. Wir berichten an dieser Stelle nicht weiter von dem Treffen, da es sich um eine geschlossene Benutzergruppe handelt. Weiteres findet ihr dort innerhalb der Facebookgruppe.

Radtour durchs Allgäu bei Lechbruck am See
Radtour von Lechbruck am See um den Foggensee herum nach Füssen

Natürlich haben wir auch in Lechbruck am See die Gegend erkundet, diesmal mit dem Fahrrad. Eine Radtour durch die Allgäuer Voralpenlandschaft mit Endziel Schloß Neuschwanstein in Füssen war uns knapp 60km wert, mit den e-Bikes ist das aber ganz gut zu schaffen. Je nach persönlicher Kondition kann man den Motor ja auch aus lassen 🙂
Die Radwege hier im Allgäu sind ein wahrer Traum. Wenn man aus Schleswig-Holstein kommt und die dortigen Sand-/Stein- und Forstwege gewohnt ist, kann man hier das Jubeln bekommen. Breite Asphalt-Radwege führen meist fernab vom Autoverkehr durch die wunderschöne Landschaft. Man hat immer die Alpen im Blick, aber zusätzlich auch die saftig grünen Wiesen des Allgäuer Voralpenlands, einfach herrlich.
Und so radelten wir einmal komplett um den Foggensee herum, machten Foto-Sigtseeing beim Schloß Neuschwanstein (immer schön auf Distanz, denn Massentourismus ist nicht so unser Ding), schlenderten Radschiebend durch die Füssener Altstadt, um nach den üblichen Urlaubsdingen wie Eis & Kuchen essen, auf der anderen Seite des Foggensees zurück zu radeln. Hier ging es ein wenig die Berge rauf und runter, schließlich mussten wir ein paar Füssener Kalorien loswerden 🙂 Für Nachradler hier der Komootlink.

Schloss Neuschwanstein
Wanderung durchs Oytal bei Oberstdorf

Nach diesen schönen Tagen in Lechbruck am See machten wir uns auf den Weg nach Oberstdorf. Hier lag für diesen Urlaub mein eigentliches Hauptreiseziel, eine Wanderung auf das Nebelhorn durch das Oytal über den Gleitweg bis hinauf zum Gipfel. 1440 Höhenmeter sollten es werden, so der Plan… Aber wie so oft, Pläne haben selten lange Bestand… In der Vorwoche hatte es doch tatsächlich nochmal heftige Schneefälle in den höheren Lagen gegeben und der anschliessende Sturm hatte viele Bäume entlang des Gleitweges gefällt. Und da der Gleitweg eh schon etwas schwieriger bzw. steiler zu gehen ist, war er für Wanderer aktuell gesperrt. 3m hoher Schnee wäre jetzt auch nicht so unser Ding gewesen.
Macht ja nix, hatte ich doch noch eine Reservewanderung im Petto. Die wunderschöne Fellhorn-Gratwanderung mit ihrem grandiosem Panorama… Tja, was soll man sagen, ebenfalls wegen zu hohem Schnee gesperrt… so´n Mist.

Wanderung durchs Oytal bei Oberstdorf
Wanderung durchs Oytal bei Oberstdorf

Wir haben versucht das Beste aus dieser Situation zu machen und sind durch das wildromantische Oytal gewandert. Von den Anforderungen etwas unspektakulär, aber mit umso schönerem Landschaftseindruck (Komootlink).
Der Stellplatz in Oberstdorf ist meines Erachtens für das Gebotene erheblich zu teuer. Sein einziger Vorteil liegt in der zentralen Lage direkt im Ortskern und somit als zentraler Ausgangspunkt sowohl für Wanderungen, als auch für kleine Dorfbummel bestens geeignet.

Wanderung durch die Breitachklamm bei Oberstdorf

Einen Tag haben wir dann noch mit einer sehr schönen kombinierten Fahrrad- und Fuss-Wanderung verbracht. Erst mit dem Fahrrad bis zur Breitachklamm, dort die Räder angeschlossen und dann zu Fuss durch die atemberaubende Breitachklamm mit ihren tosenden Wassermassen bis zu ihrem Ende und dort dann noch in einem längerem Bogen bis zur Alpe Dornach im Kleinwalsertal, um dann wieder zum Eingang der Klamm zurückzukehren und die Räder zu holen für das letzte Stück Rückweg. Die Breitachklamm ist die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas. Alles in allem ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel und eine schöne kombinierte Wanderung (Komootlink).
Nach diesen 2 schönen Tagestouren haben wir Oberstdorf wieder verlassen, mal sehen ob wir das Versäumte irgendwann mal nachholen.

Unser nächster Rundreisestopp lag wieder einmal am Main. Xenias Lieblings-Stellplatz liegt in Nordheim an der Mainschleife. Ein kleines Winzerdorf in unmittelbarer Nähe zu Volkach an der Mainschleife.
Der Vorteil an diesem Zwischenstopp ist, das so unsere Weinvorräte aufgestockt werden, praktisch 🙂

Mainfähre bei Nordheim
Facebook-Gruppentreffen des AlPa-Reisemobilclubs im Sommer 2019 am Twistesee

Von hier aus ging es dann zum nächsten Facebook-Gruppentreffen, diesmal zum Treffen der „AlPa Reisemobil-Gruppe“ (Link für Interessierte). Für uns ist dies natürlich eine ganz besondere Facebookgruppe, da sich hier nur Gleichgesinnte treffen, die dasselbe Reisemobil wie wir fahren, alles eben nur „AlPas“, von klein bis groß. Das Treffen fand am Twistesee in der Nähe von Bad Arolsen statt.
So viele Alpas auf einen Fleck stehen zu sehen, dass hat irgendwie was. Und auch hier lernten wir wieder sehr viele sehr nette Gleichgesinnte kennen und konnten stundenlang nach Herzenslust fachsimpeln und Reisegeschichten austauschen. Natürlich gab es auch hier ein zünftiges Rahmenprogramm und die obligatorische Twistesee-Umrundung.
Wir nutzten einen Tag um uns die Gegend mit dem Radel anzuschauen, einmal Residenzschloss und Umgebung und wieder zurück (Komootlink) 🙂

Twistesee
Residenzschloss Arolsen in Bad Arolsen

Nach diesem Treffen mussten wir leider den Heimweg antreten, denn die 2,5 Wochen Urlaub waren rum… schade eigentlich, hätte ruhig so weitergehen können… aber in ein paar Wochen kommt der nächste längere Urlaub und dazwischen werden bestimmt noch weitere Kurztripps liegen.
Und besser ab und zu mit dem WoMo durch die Gegend reisen, als noch ewig bis zur Rente warten,

Jetzt leben heißt die Devise!

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